top of page

1929 Willys Ritter 56

Der Hülsenventilmotor, korrigiert

Produktionsjahre: 1928-1929
Land: Vereinigte Staaten
Produzierte Anzahl: 37.931

Ein besonders unkonventioneller Motor kam aus Amerika. Dieser Viertaktmotor hatte Schieberventile und wurde nach seinem Erfinder Charles Yale Knight „The Silent Knight“ genannt. Beim Silent Knight gibt es Öffnungen wie bei einem normalen Zweitaktmotor, aber sie befinden sich oben an den Zylindern.

Zwei Hülsen im Inneren der Zylinder gleiten nach oben und unten, um diese Öffnungen zu öffnen und zu schließen. Die Hülsen sind mit einer kleinen Kurbelwelle verbunden, die mit der Hauptkurbelwelle synchronisiert ist. Dieses System wird „desmodromisch“ genannt, da es keine Federn gibt und jede Bewegung „positiv“ ist. Die Hauptvorteile des desmodromen Systems sind Ruhe und Zuverlässigkeit. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Ventile laut und zerbrechlich.

1927 wurde die Willys-Overland Range Cars um den Typ 56 erweitert, eine komfortable Limousine, deren Sechszylinder-Silent-Knight-Motor einen „Gleichrichter“ hatte. Dieses wichtige neue Merkmal wurde eingeführt, um dem Ruf des Hülsenventils entgegenzuwirken, zu viel Öl zu verbrauchen. Autos mit Silent-Knight-Motoren zogen immer eine blaue Rauchwolke nach sich. Die Lösung für dieses Problem bestand darin, überschüssiges Öl durch Löcher in der Zylinderwand in der Nähe der Auslassöffnung zu zwingen. Das mit Benzin vermischte Öl wurde dem Gleichrichter zugeführt, wo das Gemisch in einer abgasbeheizten Kammer destilliert wurde. Dieser Prozess ermöglichte die Rückführung des Öls in das Kurbelgehäuse, während Benzindämpfe durch das Auspuffrohr entwichen. Obwohl clever und effektiv, wurde der Gleichrichter nicht in Motoren eingebaut, die in Europa verwendet wurden.

bottom of page